



Mehrmalige eindeutig erhöhte Glucosespiegel im Blut (Hyperglykämie) sind das wichtigste laborchemische Zeichen zum "Aufspüren" der Zuckerkrankheit - Diabetes mellitus genannt. Regelmäßige Blutzucker-Bestimmungen durch den Patienten mit Hilfe von Teststäbchen dienen der Therapiekontrolle dieser Stoffwechselerkrankung. Ein weiteres charakteristisches Zeichen ist die Ausscheidung von Glucose im Urin.
| Nüchternglucose bei Gesunden: |
Nüchternglucose bei Diabetes: |
Eine Stunde nach dem Essen bei Diabetes : | |||
Kapillarblut |
55-100 mg/dl | Kapillarblut | über 120 mg/dl | Kapillarblut | über 200 mg/dl |
Venenblut |
55-100 mg/dl | Venenblut | über 120 mg/dl | Venenblut | über 180 mg/dl |
Wichtig:
Wann sollten die Blutzuckerwerte kontrolliert werden ?
Der Diabetes mellitus wird nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vereinfacht in drei Untergruppen eingeteilt:
1. Diabetes mellitus
2. auffälliger "Blutzuckerbelastungstest"
bei normalem oder grenzwertigem Nüchternblutzucker
3. Schwangerschaftsdiabetes
Umstellung von oralen Medikamenten auf Insulin, strenge (!) Blutzuckereinstellung bereits bei Kinderwunsch.
Eine dauerhaft gute Stoffwechseleinstellung mit möglichst normalen Blutzuckerwerten ist das Ziel der Diabetes Therapie und nach heutigem Wissensstand eine wichtige Voraussetzung dafür, das Risiko für diabetesspezifische Komplikationen zu vermindern (u.a. Arterienverkalkung, Nierenversagen, Augenveränderungen, Nervenstörungen).
Gut eingestellt mit Diät, oralen Medikamenten(Antidiabetika) oder Insulin ist ein Diabetiker, wenn er nach dem Stich in die Fingerbeere mit dem Teststäbchen folgende Werte misst.
Verminderte Blutglucosespiegel (Hypoglykämie) findet man bei:
| Nüchtern nach dem Essen | |
Diät und /oder orale Antidiabetika |
unter 120 mg/dl unter 160 mg/dl |
| Insulin (Erwachsene) | unter 140 mg/dl unter 180 mg/dl |
Insulin (Kinder) |
unter 160 mg/dl unter 200 mg/dl |